Kaffeemangel
Heute stand in der Zeitung, dass ein Kaffeemangel zu erwarten ist. KC überlegt, sich vorsorglich schon mal einzudecken. Nichts neues in Venezuela. Die Mangelwirtschaft ist eines der Nachteile des „Sozialismus des 21. Jahrhunderts“. Letztes Jahr gab es im ganzen Land keine Milch mehr. Das Jahr zuvor mal wieder keinen Zucker. Der bevorstehende Kaffeemangel hatte sich schon vor der Zeitungsmeldung herumgesprochen. Spätestens als der Innenminister vor wenigen Tagen grundlos verkündete, dass es bis zum Ende des Jahres an keiner Ware fehlen werde war allen klar, dass sich jeder so schnell wie möglich bevorraten sollte. Als der Minister dann noch hinzufügte, dass, „falls es doch einen Mangel geben sollte, es nicht die Schuld der Warenpolitik der Regierung sei, sondern von ausländischen Spekulanten“, hieß die Botschaft: Renn und kauf!
Hole mir auf dem Markt Früchte, von denen ich nicht wusste, dass sie existieren und an den Fassaden der Supermärkte werden Weihnachtsgirlanden aus Plastik montiert. Ich muss lachen, als ich vor einem der Shopping Center eine Gruppe bolivianischer Panflötenspieler sehe. Stehen die in Hof auch wieder vor dem Kaufhof?